Ein starrer Körper ist im Gleichgewicht, wenn er weder Translations-, noch Rotationsbeschleunigungen erfährt. Falls er zu Beginn in Ruhe ist, bleibt er es auch (Statik).
Falls Kräfte auf den Körper wirken, müssen sie sich zu Null addieren, andernfalls würde der Körperschwerpunkt beschleunigt. Ausserdem müssen ihre Wirkungslinien so verteilt sein, dass auch das Drehmoment verschwindet (sonst erfährt er eine Rotationsbeschleunigung).
Zusammengefasst lauten die Gleichgewichtsbedingungen:
Bei dreidimensionalen Problemen sind dies 6 Gleichungen, die die Kräfte erfüllen müssen, bei den ebenen Problemen reduzieren sie sich auf zwei Kräfte- und eine Drehmomentgleichung.
Eine bekannte Übungsaufgabe wäre es nun, die Kräfte im stabilen Zustand zu berechnen.
Im folgenden Beispiel ist die rechte Last so verschoben worden, dass Gleichgewicht herrscht:
Die Auflagekraft auf das Drehlager könnte nun aus der Kräfte-Gleichgewichtsbedingung errechnet werden, sie muss gleich gross sein, wie die Summe der Gewichtskräfte.
Ein anderes Beispiel, bei dem die Kräfte die Gleichgewichtslage stabilisieren ist unten gezeigt. Die blauen Vektoren sind die Geschwindigkeitsvektoren. Die potentielle Energie hat bei stabilen Gleichgewichten ein örtliches Minimum, beim labilen Gleichgewicht ein Maximum, im indifferenten Fall ist sie konstant.